Digital- vs. Offsetdruck: Was macht wann Sinn?

Verfasst am 22. Juli 2015
Wir realisieren bei Tillmann Druck täglich viele verschiedene Aufträge, die sich in Auflage, Produkt und Papier unterscheiden. Dabei können wir entweder im Digital- oder im Offsetverfahren drucken. Doch worin unterscheiden sich diese Druckverfahren und wann ist welche Anwendung sinnvoll?
Farbfächer und Fadenzähler

Digitaldruck

Man spricht beim Digitaldruck auch vom direkten Druckverfahren, da die Datei direkt vom Computer an den Drucker gesendet und von dort aus auf das Medium gedruckt wird. Der Digitaldruck wird in der Regel bei kleineren Auflagen verwendet und punktet hier durch das schnelle Druckverfahren ohne Umwege wie Druckformen  oder -platten. Dieser geringere Aufwand spiegelt sich auch im günstigeren Preis wider.

So kann man mehrseitige Dokumente ohne Zwischenschritte in der richtigen Reihenfolge drucken. Viele professionelle Druckmaschinen können zudem um sinnvolle Einheiten wie Schneide-, Falz- oder Bindegeräte erweitert werden, um ein Produkt vollständig automatisiert zu erstellen.

Der Drucker, der bei Ihnen Zuhause steht, ist sehr wahrscheinlich auch ein Digitaldrucker, der entweder mit Tintenstrahl- oder Laserdrucktechnik funktioniert. Diese Varianten unterscheiden sich zwar vom Prinzip her, aber beide können eine Datei direkt vom PC oder einem Speichermedium auf das Papier drucken.

 

Offsetdruck

Beim Offsetdruck spricht man vom indirekten Druckverfahren. Die Farbe gelangt hierbei über eine Vielzahl von Rollen bzw. Walzen auf eine Druckplatte, von dort aus auf einen Gummituchzylinder und wird erst dann auf das Druckmedium aufgetragen. Für jede der vier Druckfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz muss eine eigene Druckplatte belichtet werden, dessen Gummituchzylinder dann vom Druckmedium nacheinander durchlaufen werden.

Kurze technische Erklärung: Die Druckplatten müssen zuvor erst für das gewünschte Resultat hergestellt werden. Das passiert durch ein Belichtungsverfahren – die Dauer der Belichtung entscheidet dabei, wie stark die Druckfarbe aufgenommen werden soll. In die so hergestellte Oberflächenstruktur kann nun an den hydrophoben Stellen die fetthaltige Farbe und an den übrigen hydrophilen Stellen Wasser aufgenommen werden. Der Gummituchzylinder nimmt davon dann nur die Farbe auf und überträgt sie auf das Medium.

Sie merken sicher schon, dass dieser Prozess um einiges aufwändiger ist als beim Digitaldruck!

 

Was ist nun besser?

Es kommt immer auf die Anforderungen an! Beide Verfahren haben Ihre Stärken.

Die Vorteile des Offsetdrucks sind ganz klar die hohe Qualität des Drucks bei mittleren und größeren Auflagen. Ein weiterer Vorteil ist die problemlose Verwendung von Sonderfarben. Der Digitaldruck besticht mittlerweile zwar auch schon mit hoher Qualität, kann aber vor allem durch seine Flexibilität bei der Produktionsgeschwindigkeit punkten und ist so für Kleinstauflagen bestens geeignet.

Wenn Sie einen konkreten Druckauftrag haben, müssen Sie diese Entscheidung aber nicht selber treffen. Das Team von Tillmann Druck berät Sie auf Ihre Anforderung zugeschnitten, welches Druckverfahren die beste Wahl ist.

Wenn Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich gerne direkt an mich. Ich freue mich auf Ihre Mail oder Ihre Anrufe.

Ihr Herbert Tillmann

 

Foto: pixabay / stux / CC0 Public Domain

5 Gedanken zu „Digital- vs. Offsetdruck: Was macht wann Sinn?“

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